Abwehrkräfte (Sonderartikel)

In Zeiten wie diesen, in denen die Nachrichten täglich von neuen Horrormeldungen zum Coronavirus und Covid -19-Erkrankungen geprägt sind, fragen sich viele Menschen, ob sie etwas tun können, das sie vor Infekten schützt und gute Bedingungen schafft, gesund zu bleiben. Gegen Covid -19 gibt es leider noch kein wirksames Medikament.

Wenn man selbst zur Gruppe der gefährdeten Personen zählt, dann kann dies verschiedene Ursachen haben: Alter, Vorerkrankungen, Lebensumstände usw. Gegen das Alter kann man praktisch nichts unternehmen, die Jahreszahl ist eine fixe Größe, der Gesundheitszustand eine schon sehr variable Größenordnung und vermutlich noch größer ist die unterschiedliche Fitness und Leistungsfähigkeit innerhalb eines Jahrgangs.

Bevor wir zu den Möglichkeiten der Optimierung unserer Abwehrkräfte schauen, werfen wir einen Blick auf jene Faktoren, die unser Immunsystem belasten oder schwächen.

Die folgende Aufstellung berücksichtigt wesentliche Kriterien:

  • Von der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit her sollte man den Lebensraum in Beruf und Heim möglichst angenehm gestalten. Trockene Luft schafft trockene Schleimhäute, die dann für Infektionen anfällig sind. Überheizte Räume und gleichmäßig hohe Innentemperaturen ohne Luftbefeuchtung fördern Infekte.
  • Raucher belasten sich und Menschen in ihrem Umfeld unnötig in Zeiten erhöhter Ansteckungsgefahren.
  • Übermäßiger Alkoholkonsum ist auch nicht „bakterienabtötend“, sondern schwächt eher den Körper.
  • Stresssituationen sollten vermieden werden. Ein Zurückschalten und Konzentration auf das Wesentliche kann durchaus gesundheitsfördernd sein.
  • Der Tausch eines stressigen „ich muss“ gegen ein entspannendes „ich will, wenn möglich“ ist überlegenswert.
  • Der Körper braucht sicher Bewegung in diesen Monaten, sollte aber in kritischen Phasen nicht überfordert werden. Spazieren gehen und Entspannung in frischer Luft ist sicher oft gesundheitsfördernder als kräfteraubendes Training.
  • Zu große Kälte schadet unserem Immunsystem. Das sollte man bei Bewegung in der kühlen oder kalten Luft bedenken; das dürfte in den kommenden Monaten vermutlich das geringere Problem sein.
  • Ausreichende Schlafzeiten sollten eingeplant werden, da Schlafentzug das Immunsystem schwächt.
  • Neigung zu Allergien auf Pollen kann in den kommenden Monaten zur zusätzlichen Belastung werden.
  • Das Wasser ist ein wesentlicher Begleiter für die Stärkung der Abwehrkräfte: als kaltes Wasser zum Abhärten und zur Stimulierung unserer Abwehrkräfte, aber auch als warmes Bad, wenn es der Körper nach der Kälte braucht.
  • Die Ernährung ist ein wichtiger Faktor zur Erhaltung der Gesundheit und zur Vorbeugung grippaler Infekte. Essen, das ausreichend Mineralien, Spurenelemente und Vitamine enthält, wäre optimal. Sollte dies im Berufsleben schwer möglich sein, gibt es viele Möglichkeiten der Ergänzung. Ergänzungen, die ausgewogen und umfassend einen Mangel beheben, werden ausreichend angeboten.
  • Der Bereich der Heilpflanzen ist schließlich jene Säule, die als vorbeugende Maßnahme geeignet ist und zusätzlich bei einem Infekt helfen kann, die Erkrankungszeit abzukürzen.

 

Was können wir nun tun, dass unsere Abwehrkräfte gestärkt werden?

Wenn wir es umfassender betrachten, dann können einige Möglichkeiten in Betracht gezogen werden. Ein gesundes Maß an Bewegung – wenn möglich in der Natur – regelmäßig anzustreben, verstärkt auf hochwertige Nahrungsmittel gemäß der Ernährungspyramide zu achten, die gesundheitsfördernde Wassertherapie von Pfarrer Sebastian Kneipp zu nützen, positive soziale Kontakte mit dem derzeit gebotenen Abstand nicht zu vernachlässigen und letztendlich auch die Kräfte sanfter Naturheilmittel einzusetzen, wenn alle anderen Hilfestellungen nicht die gewünschte Wirkung zeigen.

Es ist mir durchaus bewusst, dass in diesen schwierigen Zeiten für Menschen in der Stadt, in beengten Wohnungen, bei komplizierteren Familienstrukturen andere Voraussetzungen gelten als für Menschen, die am Land, am Puls der Natur, in eigenen, großzügigeren Häusern oder in harmonischen Beziehungen leben. Diese Unterschiede sind ganz einfach da; wesentlicher ist sicher, wie wir mit diesen ungewohnten Situationen mit unterschiedlichen Voraussetzungen umgehen und für uns das Bestmögliche herausholen.

Welche Möglichkeiten bieten uns nun Heilpflanzen zur Steigerung der Abwehrkräfte?

Sollte nicht der Stress eine der Hauptursachen für ein geschwächtes Immunsystem sein, dann könnte es doch ein viraler Angriff sein, der nicht von der körpereigenen Abwehr abgefangen werden konnte.

Auch hier bieten sich Extrakte an, die von einer Pflanze stammen, die ursprünglich in Nordamerika beheimatet war. Vom Sonnenhut werden mehrere Arten medizinisch verwendet. Frischpflanzen-Extrakte vom Purpur-Sonnenhut, Extrakte aus der Wurzel des Bleichen Sonnenhutes oder auch Verarbeitungen in der Homöopathie mit dem Schmalblättrigen Sonnenhut sind einige Beispiele, die zu einer Stärkung des Immunsystems führen und damit für den Körper zur wertvollen Hilfe bei der Bewältigung der viralen Belastung werden.

Sonnenhut © Ernst Frühmann

Sonnenhut © Ernst Frühmann

Die homöopathischen Zubereitungen von Heilpflanzen, die das unspezifische Immunsystem stimulieren oder beim beginnenden grippalen Infekt zur Anwendung kommen, enthalten Echinacea von Urtinktur bis D4 oder D6 Potenzierungen.

Die Steigerung des Immunsystems hat aber auch Grenzen. Vorsicht ist geboten bei Sonnenhutpräparaten für Allergiker, da es eine Allergie auf Korbblütler gibt. Aber auch Menschen mit sogenannten fortschreitenden Systemerkrankungen, wie z.B. Tuberkulose, Multiple Sklerose oder Diabetes, dürfen diese nicht einnehmen.

Eine weitere Möglichkeit die Abwehrkräfte zu mobilisieren bietet uns die Graubehaarte Zistrose, eine Heilpflanze, die im Mittelmeerraum Griechenlands ihre Heimat hat. Sie kann sowohl als Tee eingesetzt werden oder auch in Form definierter Extrakte zur Anwendung kommen. Da hat sich in den letzten Jahren ein Produkt besondere Aufmerksamkeit erarbeitet, das mit dem Zistrosenextrakt einige weitere wertvolle Wirkstoffe kombiniert hat und damit einen umfassenderen Wirksamkeitsbereich geschaffen hat.

Zistrose © Ernst Frühmann

Zistrose © Ernst Frühmann

Ein Grund zur Schwächung der intakten körpereigenen Abwehrkräfte kann auch darin liegen, dass dem Körper zu viel zugemutet wird. Überforderung im sportlichen Bereich oder auch im Beruf schadet dem Immunsystem ebenso wie eine Anhäufung von Stresssituationen. Wenn sich die Lebenssituation schwer ändern lässt, sind es Extrakte von Heilpflanzen, die in dieser Situation den menschlichen Körper unterstützen. Zurzeit wird auch immer wieder der Umstand angesprochen, dass Familien durch „die Schule zu Hause“ und „Homeoffice“ in den eigenen vier Wänden überfordert sind. Gelassenheit ist hier vermutlich immer wieder gefragt; auch das ist ein Thema für die angesprochenen Heilpflanzen, eventuell ergänzt durch ganz mild beruhigende Komponenten.

Der Ginseng ist wohl eines der ältesten Heilmittel aus Asien, das wir kennen; die Stress abschirmende Wirkung des Ginseng ist belegt und die kurmäßige Einnahme von etwa 100 mg Ginseng-Extrakt pro Tag führt bei Erwachsenen zu mehr Gelassenheit in Stresssituationen und letztendlich auch dazu, dass das Immunsystem intakt bleibt.

Ginseng © Ernst Frühmann

Ginseng © Ernst Frühmann

Eine zweite Heilpflanze, die hier unterstützend eingreift ist die Rosenwurz. Extrakte aus der Rosenwurz befähigen den Körper mit Stress besser umgehen zu können und sind als Nahrungsergänzungsmittel in der Apotheke erhältlich. Ein weiterer positiver Effekt, der bei der Einnahme von Ginseng oder Rosenwurz auftritt, ist die verbesserte Leistungsfähigkeit unseres Körpers und Merkfähigkeit unseres Gehirns.

Rosenwurz © Ernst Frühmann

Rosenwurz © Ernst Frühmann

Die aufgezeigten Beispiele sind ein Teil von weiteren umfassenden Möglichkeiten, die sich aus den angesprochenen Kombinationen ergeben. Genauere Informationen sind entweder den Artikeln von www.heilpflanzenwissen.at oder anderer Literatur zu Heilpflanzen zu entnehmen.

 

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