Weinrebe

Vitis vinifera

Die Weinrebe zählt zu den alten Kulturpflanzen auf unserer Erde. Die ursprüngliche Heimat der Weinrebe liegt vermutlich im Kaukasus. Seit über 6000 Jahren kennt man die Vorzüge der süßen Früchte; ähnlich lang verstanden es die Menschen, daraus ein berauschendes Getränk herzustellen.

Waren es zunächst nicht medizinische Gründe, die zum Anbau und zur Entwicklung verschiedener Rebsorten führten, erkannten ab der Zeitenwende die Menschen doch immer deutlicher den medizinischen Wert dieser Heilpflanze.

Einerseits war der Wein aus den Trauben mit seinem Anteil an Alkohol eine Möglichkeit aus Heilpflanzen jene Stoffe zu extrahieren, die in einem Heilmittel zur Anwendung kommen – von Wermutwein bis zu Herzweinen. Anderseits erkannte man auch die Wirkungen der Weinblätter, von denen jene Verwendung fanden, die im Herbst den Weinbergen das leuchtende Rot verleihen. In den letzten Jahrzehnten lernte man aber auch jene wertvollen Bestandteile an phenolischen Verbindungen in den Rotweinen und Weißweinen schätzen, die in der Beerenhaut sitzen und als Resveratrole bekannt wurden. Die Traubenkerne enthalten auch wertvolle Inhaltsstoffe, die im Traubenkernöl genützt werden.

Rotes Weinlaub

Rotes Weinlaub © Ernst Frühmann

Medizinische Anwendung

Seit den Sechzigerjahren des letzten Jahrhunderts sind es Blattextrakte aus dem Roten Weinlaub von deutschen Firmen, die im deutschen Sprachraum am Markt sind, und einen hohen Anteil von Anthocyanen mit den strukturverwandten Flavonoiden und Gerbstoffen besitzen.

Anerkannt sind ihre Wirkungen bei der Behandlung der chronischen Venenschwäche (CVI = chronische venöse Insuffizienz), deren Symptome müde, schwere Beine sein können oder sich mit Kribbeln, Spannungsgefühl oder Schmerzen in den Beinen zeigen. Geschwollene Knöchel oder Krampfadern sind weitere Formen eines gestörten Venensystems, das unterstützt werden muss.

Die Extrakte können vorbeugend oder therapeutisch zur Anwendung kommen.

Teezubereitung:

Dank der hochwertigen Extrakte ist die Teebereitung zurückgedrängt worden. In den Nachkriegsjahren hat man in Frankreich Tee aus Rotem Weinlaub bei folgenden Erkrankungen verwendet: Bei Durchfall, Entzündungen der Mundschleimhäute, Blutergüssen,  Erbrechen, Hautausschlägen, Krampfadern.

 

Zusammenfassung

Die Verwendung von Weinblättern in der Therapie von Erkrankungen ist seit fast 3500 Jahren bekannt. Sowohl Ägypter, als auch Griechen und Römer nützten die Heilkräfte der Weinblätter. Im letzten Jahrhundert waren es die Franzosen, die konsequent die Wirkung des Roten Weinlaubes erforscht haben. Anerkannt sind die entzündungshemmenden, Kapillar abdichtenden Wirkungen, die bei der chronischen Venenschwäche sich in verschiedenen Symptomen zeigt. Vorwiegend kommen Extrakte vorbeugend, oder in der Therapie über längere Zeiträume zur Anwendung.

 

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