Mädesüß

Filipendula ulmaria (L.) Maxim.

(alter Name: Spiraea ulmaria)

Einige Heilpflanzen eignen sich besonders gut, um bei Erkältungskrankheiten und fieberhaften grippalen Infekten die Abwehrkräfte des Körpers zu unterstützen oder fiebrige Zustände schneller abklingen zu lassen.

Das echte Mädesüß ist eine jener Heilpflanzen, die oft in großen Mengen in der Natur zu finden ist und die, dank der Salizylverbindungen – mit wenigen Ausnahmen – ein für den Körper gut verträgliches pflanzliches Heilmittel ist. Sowohl Blüten als auch Blätter sind in der Phytotherapie in Gebrauch, die Homöopathie verwendet auch die unterirdischen Pflanzenteile.

Mädesüß © Ernst Frühmann

Mädesüß © Ernst Frühmann

Medizinische Anwendung

Aus der Wirksamkeit der Inhaltsstoffe ergibt sich, dass Zubereitungen aus Mädesüß eine günstige Wirkung bei der Behandlung von Erkältungskrankheiten oder auch bei fieberhaften grippalen Infekten zeigen, bei denen eine Schwitzkur den Erfolg begünstigen soll.

Diese Wirkungen und Anwendungen sind anerkannt und aus den vorhandenen Wirkstoffen abzuleiten.

Die Verwendung als Diuretikum (wassertreibendes Mittel) wird ebenso als volksmedizinische Anwendung eingestuft wie die Verwendung bei rheumatischen Muskel– oder Gelenksschmerzen, Ischiasproblemen oder Gicht.

Mädesüß als Tee: 2 Teelöffel Mädesüßblüten werden mit 150 ml kochendem Wasser übergossen; man lässt etwa 10 Minuten ziehen, seiht ab und trinkt mehrmals täglich eine Tasse.

Bei einer Überempfindlichkeit gegenüber Salizylaten soll Mädesüßtee nicht angewendet werden.

Bei Erkältungskrankheiten oder fieberhaften grippalen Infekten kann man Mädesüßblüten mit Linden– oder Holunderblüten mischen und damit einerseits den Geschmack verbessern andererseits das Wirkungsspektrum erweitern; die Zubereitung bleibt gleich wie oben.

Holunderblüten 30,0

Lindenblüten 30,0

Mädesüßblüten 20,0

Mädesüß in der Homöopathie: Zur Bereitung der Urtinktur verwendet man die unterirdischen Teile der blühenden Pflanze.

Homöopathische Zubereitungen finden bei rheumatischen Erkrankungen und bei Schleimhautentzündungen Verwendung.

 

Mädesüß © Ernst Frühmann

Mädesüß © Ernst Frühmann

Zusammenfassung

Die Heilpflanze Mädesüß ist häufig in der Natur auf feuchten Wiesen, an Bach- oder Flussufern zu finden.

Der Salizylsäuremethylester ist für den Duft der Blüten verantwortlich. Andere Wirkstoffe führen zu wassertreibenden, schweißtreibenden und entzündungshemmenden Eigenschaften.

Die Drogen – Blüten und Blätter – sollen bei Salizylatunverträglichkeit nicht verwendet werden.

 

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